Cottbusser CleanTech Startup trifft Bundesfinanzminister

edröm Gründer übergeben Forderungskatalog für bessere Startup-Förderung an Olaf Scholz.

Was tun wenn die Kohle weg ist? Diese Frage diskutierten die Gründer von edrøm heute mit dem Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Mit ihrem neuartigen Stromgenerator für eine Vielzahl von Anwendungen wollen sie in Zukunft umweltschädliche Dieselgeneratoren ersetzen und vor Ort nachhaltige Perspektiven und Arbeitsplätze schaffen. Was seitens der Politik für die Stärkung der Region getan werden muss, haben die Gründer in einem Forderungskatalog festgehalten und dem Finanzminister übergeben.

Es ist faszinierend zu sehen, welche unterschiedlichen Probleme Startups mit hohem Ehrgeiz lösen.“, stellte Olaf Scholz bei seinem Besuch am Dienstag fest. In dem vielfach ausgezeichneten Cottbuser Startup sieht er ein gutes Beispiel wie nachhaltiges und innovatives Gründen aussehen kann. Mit den Jungunternehmern diskutierte er wie die Politik verstärkt solche Vorhaben unterstützen kann und welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen.

Aus Sicht des Startups braucht Brandenburg eine Investitionskultur die jungen Unternehmen leichten Zugang zu Kapital ermöglicht. Die Politik sollte hier Rahmenbedingungen schaffen und Impulse setzen. „Als gutes Beispiel für positive Investitionskultur kann man USA und Israel sehen. Da muss Deutschland und Europa noch aufholen. Gerade weil wir gute Voraussetzungen dafür haben.“, sagte der Finanzminister.

„Brandenburg braucht mehr Mut und höhere Investments, um nachhaltig innovative Unternehmen anzusiedeln.“, erklärt German Linz, CEO und Gründer von edrøm. Ob Gas oder Öl aus Pflanzenresten oder sogar Wasserstoff, alles kann im edrøm zu Strom gewandelt werden und das besonders leise. Befördert durch das vom BMWi vergebene EXIST-Gründerstipendium entwickeln die drei BTU Cottbus Absolventen einen neuartigen Stromerzeuger, der überall wo kein Stromnetz vorhanden ist, zum Einsatz kommen kann. „Unsere Vision ist es Camping-Urlaubern wie auch Menschen in Entwicklungsländern eine saubere und verlässliche Energiequelle zu bieten.“, so Linz.

Den Ausstieg aus der Kohlewirtschaft sieht er vor allem als Chance Neues zu bewegen und freiwerdende Ressourcen sinnvoll zu nutzen. Aus dem Spreewald kommend fühlt er sich seiner Heimat sehr verbunden und möchte hier aktiv mitgestalten statt zuzuschauen. Brandenburg braucht dringend Unternehmen die Wirtschaft und Region nachhaltig stärken. Das Ansiedeln von Startups ist dafür eine gute Möglichkeit.